Die UBS galt bis zum Ausbruch der Finanzkrise als konservative Bank. Deren Manager waren überzeugt, ein solides Bankgeschäft zu betreiben. Intern waren rund 3000 Personen mit der Beobachtung und Analyse von Risiken beschäftigt. Der oberste Risk-Manager, der in der Geschäftsleitung vertreten war, sorgte dafür, dass die Analyse des Gefahrenpotenzials auf oberster Führungsebene diskutiert wurde.
Dass die UBS vor zwei Jahren trotzdem Staatshilfe beanspruchen musste, hat bei nüchterner Betrachtung also nichts mit einer «Kasino-Mentalität» zu tun. Die UBS-Führung hatte zwar ein grosses Interesse an steigenden Gewinnen und Boni. Doch es waren ganz normale Fehler, die zum Debakel der UBS ...