Die Verknappung von Erdgas und die ins Gespräch gekommene Rationierung gibt den Behörden neue Gelegenheiten zur Umverteilung von Vor- und Nachteilen. Wenn das Gas nicht mehr für die normale Versorgung reicht – wer soll zuerst auf die Energie verzichten müssen? Und welche Reihenfolge gilt dann für die anderen Gruppen, wenn die Mangellage schlimmer wird? Spontan kommt der Gedanke: Diejenigen, die das Gas am nötigsten haben, sollen am längsten verschont werden. Den Hahn zudrehen soll die Behörde zuerst dort, wo man nicht so stark darauf angewiesen ist. Wie misst man das? Anhand der Schäden, die die Betroffenen bei Gasmangel erleiden? Oder an der Lautstärke des Protests im Kont ...