Es war ein schicksalhafter Schritt, als Marthe Müller im März 1999 erstmals die Praxis von Michael G.* an der Theaterstrasse am Zürcher Bellevue betrat. Sie hatte in der Neuen Zürcher Zeitung das Inserat eines «Zahnarztratgebers» gelesen, und da sie mit der Arbeit ihres Zahnarztes nicht zufrieden war, suchte sie ihn auf. Sie fand, ihr neues Gebiss sitze schlecht und der Zahnarzt habe ihr mit 30000 Franken eine zu hohe Rechnung gestellt. Als sie Michael G. gegenübersass, fasste sie schnell Vertrauen. Er schaute ihr in den Mund, konstatierte dort mangelhafte Arbeit und versprach ihr, er werde von ihrem Zahnarzt zwei Drittel des bezahlten Honorars zurückverlangen. Kurze Zeit später tei ...