wieder verlieren – das nicht im selbst gebuddelten Jammerloch. Es wird dafür lange kein schöneres Beispiel geben als den Lebensabend von Johnny Cash: der geradezu erschreckend produktive Abschied eines grossen Herzens. Mit sterbender Stimme die Songs jüngerer Kollegen auf eine höhere Ebene bringen, auf eine Ebene, die sich die von Cash gecoverten Bands und Songwriter selbst nicht hätten vorstellen können.
Ähnlich Lou Reed. Der berühmteste unter den typischen New Yorkern wurde am 2. März zweiundsechzig. Und als ob dies das Alter geböte: Auf seinem neusten Live-Album verliert er sich konsequent. Während nun John Cale, Bandkumpel aus Velvet-Underground-Tagen, mit frischer Treffsich ...