Der Titel ist sachlich: «The Israel Lobby and U.S. Foreign Policy». Aber Ton und These des Papiers sind als Polemik gedacht: Die amerikanischen Juden manipulierten die US-Aussenpolitik nach Belieben und hätten diese derart im Griff, dass sie sich gegen die eigenen Interessen richte. Wären die USA nicht Israels engster Freund, meinen die beiden Professoren Stephen Walt (Harvard University) und John Mearsheimer (University of Chicago), hätten die Terroristen sie nie ins Visier genommen.
Die beiden Politologen, die als Vertreter der sogenannten realistischen Schule gelten, sehen in ihrer 82-seitigen Abhandlung schon den nächsten Coup der angeblich allmächtigen Lobby kommen. Nachdem dies ...