120-mal habe ich den «Tagebuch»-Texten ein Gesicht gegeben. Anfangs war ich mir nicht sicher, wie sehr ich die Verfasser karikieren dürfe. Spätestens nach Adolf Ogi («Tagebuch»-Zitat: «Die Welt braucht neben der Politik, der Wirtschaft, der Wissenschaft, der Religion aber auch den Sport, um eine friedlichere Welt zu werden», 13. Juni 2002) und Martin Heller («Wie konnte es sein, dass das Land seine Ausstellung, die es mit Desinteresse und Verachtung gestraft oder gar geprügelt hatte, nun offenkundig zu lieben begann?», 23. Mai 2002) habe ich es herausgefunden: gar nicht. Ich sollte meine Porträts zeichnen, nicht überzeichnen, meinte meine Auftraggeberin, die Bildredaktion der We ...