Die Wirklichkeit ist eine empörende, unvollkommene Angelegenheit. Zum Beispiel kann man nicht mal an der eigenen BeÂerdigung teilnehmen – um zu hören, was die alten Lebensgefährten und Freunde über einen so dachten und sagen. Gott sei Dank gibt’s die Fantasie, die derartige Unzulänglichkeiten wettmacht. Mark Twain etwa lässt seinen Tom Sawyer in den Genuss kommen, seiner eigenen Beerdigung beiwohnen zu dürfen, die ihn dann heftig rührt. Schwänke und Grotesken spielen gerne mit dem Motiv, die Heuchelei von Angehörigen und Freunden im Gelächter zu entlarven. In «Vijay and I» von Sam Garbarski dient der gefakte Tod, mit allen Komplikationen und Verwechslungen, einer Beziehungs ...