Eine Weinbaugenossenschaft in Barbaresco erscheint als Widerspruch in sich. Klar, dass eine Produktionsfläche von 6500 Hektaren nach genossenschaftlichen Strukturen schreit, wie bei Settesoli in Sizilien, wo Respektables, aber naturgemäss Mehrheitsfähiges im tiefen und gemässigten Preissegment produziert wird (voilà: bei solchen Dimensionen – 2300 Genossenschafter! – verfalle auch ich ins Marketing-Vokabular). Aber im innersten Tabernakel der kostbarsten Nebbiolo-Lagen der Welt?
In der Preziosienkammer der piemontesischen Langhe ist uns kaum mehr vorstellbar, dass zu Beginn des letzten Jahrhunderts, sozusagen zwischen Reblaus und Weltwirtschaftskrise, auch hier die Genossenschaftsbe ...