Kunst ist schön. Macht aber viel Arbeit.» Den vielzitierten Satz hatte der Münchner Existenzialkomiker Karl Valentin auf sich selbst bezogen, auf den Hersteller von Kunst. Denn sein Publikum hatte mit den verqueren Sketches eher weniger Mühe: Sie liessen sich nämlich verschieden verstehen, als oberflächliche Kalauer oder als philosophische Weisheiten. Dennoch ist das Valentin-Zitat auch hinsichtlich der Rezeption von Kunst brauchbar. Zumindest einer gewissen Art von Kunst. Dass die mehr sei als Unterhaltung, ist ja ebenso wahr wie der Umstand, dass auch die ernsthafteste Kunst ihre Adressaten unterhält. Mehr noch: dass Kopfarbeit, geistige Anstrengung, Vergnügen bereiten kann. Warum ...