Es ist immer das Gleiche: Gelingt es einem Jungen, den Ball dreimal zu jonglieren, ist er ein Star. Schafft er es, den Ball zu stoppen, ohne dass er ihm vom Schienbein springt, ist er reif für das Ausland. Dass der Sportjournalismus allgemein und der Boulevard im Speziellen gern zu Superlativen greifen, mag im Hörsaal für Kommunikation und Medien- wissenschaften ein Lächeln provozieren im Tagesgeschäft einer Redaktion ist es normal. Je langweiliger eine Veranstaltung, umso prächtiger die Sprachblüten. Es reicht, ein einziges Mal das Trikot der Nationalmannschaft zu tragen, und man wird zum «Nati-Star» ob man nun spielt oder auf der Ersatzbank sitzt. In einem Land, in dem Wetter- m ...