Gehasst, vergöttert, missverstanden
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Gehasst, vergöttert, missverstanden
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Gehasst, vergöttert, missverstanden

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán bringt Medien und die EU gegen sich auf. Man wirft ihm diktatorische Eingriffe in den Staat vor, von Faschismus ist die Rede. Das ist Unsinn. Orbán hat zwar handwerkliche Fehler gemacht, aber die Aufregung ist übertrieben.
Am 16. Juni 1989 hielt ein junger Ungar namens Viktor Orbán eine Rede vor Hundert­tausenden seiner Landsleute, während weitere Millionen im Fernsehen zusahen. Der Anlass war die Umbettung der sterblichen Überreste des ungarischen Ministerpräsidenten der ­Revolution von 1956, Imre Nagys, 31 Jahre nach dessen schändlicher Hinrichtung. «Meine Mitbürger», begann Orbán, und schon dieses Betonen des «Bürgerlichen» war in jenen Monaten vor der Wende eine Kampfansage. Er forderte freie Wahlen; den Abzug der russischen Besatzer; und sprach von Ungarns langem Kampf um Freiheit und politische Unabhängigkeit, gegen die Österreicher 1848 und gegen die Russen 1956. Nun sei es an der Zeit ...
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