Herr Bueb, das Interesse an Ihrem Buch ist riesig, bereits ist die zehnte Auflage erschienen. Wie erklären Sie sich das?Es besteht ein unglaubliches Bedürfnis, wieder eine gewisse Sicherheit in der Erziehung zu bekommen. Die letzten Jahrzehnte waren bestimmt von Diskussionen, Umstürzen, Neuerfindungen und Unklarheit. Einig waren sich viele nur in einem: Man darf nicht mit Autorität diszipliniert erziehen. Nun ist das Leiden im Land gross, weil es hinten und vorne nicht geht. Daher sind die Erzieher glücklich, dass einer auftritt und sagt: «Ihr dürft!» Die Erklärung für den Erfolg des Buchs ist, dass es wie ein Tabubruch wirkt.
Woran liegt es, dass Autorität als problematisch gilt ...