Sonntagabends stellte Vater Rodriguez den Fernseher ein, und wir schauten Fussball, besser gesagt: Wir lasen Fussball. Da die Gastfamilie zu wenig Geld fürs Abonnentenfernsehen besass, verfolgten wir die Spiele im Teletext. Wir starrten zwei Stunden gebannt auf die Überblickstafel und schrien auf, wenn ein Resultat blinkte, die frohe oder brutale Botschaft eines Tores. Der Gastaufenthalt vor zehn Jahren lehrte mich zwei Dinge: Fernsehen bietet weit mehr als ein bewegtes Bild mit Ton (und Real Madrid ist die beste Fussballmannschaft der Welt).
Später kam dann eine dritte Erkenntnis hinzu: Ich bin nicht alleine, für beinahe jeden Mann unter neunzig ist der Teletext ein integraler Bestandt ...