Vierzehn Treppenstufen trennten Fusako Sano vom Leben und einige Monate vom Tod durch Verhungern, als sie am Morgen des 28. Januar 2000 befreit wurde. Das war fast zehn Jahre nach ihrer Entführung. Fusako war eine Viertklässlerin in Sanjo, als der damals 28-jährige Nobuyuki Sato sie an einem dunklen Novemberabend auf dem Heimweg packte und in den Kofferraum seines Autos sperrte. Er verschleppte das Kind in sein Zimmer im Obergeschoss seines Elternhauses in Kashiwazaki in der Präfektur Niigata – ein unauffälliges Haus in einer japanischen Provinzstadt.
Neun Jahre, zwei Monate und fünfzehn Tage hielt Sato das Mädchen im obersten Stock seines Hauses gefangen. Im Erdgeschoss lebte die M ...