«Nur für geladene Gäste» stand auf einem Schild vor dem VIP-Bereich am Austragungsort eines Schweizer Radrennens. Die Botschaft richtete sich an die nicht so wichtigen Besucher, doch sie enthielt eine unfreiwillige Doppeldeutigkeit, die das Dilemma des Spitzensports auf den Punkt bringt. Wer eine herausragende Leistung zeigt, steht automatisch unter Verdacht. Spätestens seit dem Fall des siebenfachen Tour-de-France-Siegers Lance Armstrong gilt die Unschuldsvermutung nicht mehr.
Sportärzte und Dopingfachleute malen ein noch düstereres Bild. Matthias Kamber, Direktor von Antidoping Schweiz, sagt: «Mit dem heutigen Wissen ist es möglich, einen Athleten mit verbotenen Substanzen zu pr ...