Er war der Bad Boy des amerikanischen Journalismus. Denn niemand tat sich beim Sturmangriff auf die Privatsphäre Bill Clintons mehr hervor als David Brock. Als Darling der republikanischen Kabale, die den verhassten Präsidenten aus dem Amtbefördern wollte, war Brock an vorderster Front dabei, journalistische Tabus zu brechen. Nun zieht er in seinem Buch «Blinded By The Right» Bilanz, ein geläuterter Schmierfink, den längst Reue gepackt hat.
Er habe sein neues Buch als «einen Akt des Gewissens» geschrieben, sagt Brock – und erfüllt diesen Anspruch mühelos, indem er schonungslos abrechnet: mit sich selber, mit seinen Hintermännern, mit einem Journalismus, der keiner mehr ist, wei ...