Der in Wien geborene und in Zürich gestorbene Schriftsteller Alfred Polgar hat über fast alles geschrieben, auch über das Wiener Schnitzel. Ihm verdanken wir die Erkenntnis, dass dieses panierte, platte Ding im Menschen und wohl speziell im Österreicher eine Art «Gemüt-Klebestoff» produziere, der jede Tafelrunde zur symbiotischen Einheit verbindet und dazu beiträgt, dass laut Polgar die Zunge die zugeführten Kalorien in Geschwätz umsetze.
In Zürich schwärmen alle (inklusive die «Gault-Millau»-Tester) vom Wiener Schnitzel, das im kleinen, schmucken «Freieck» im Seefeld auf den Tisch kommt. Günther Platzers Lokal ist zwar österreichisch geprägt, aber alles andere als gemüt ...