Ein Schweizer Mitarbeiter eines international tätigen deutschen Konzerns erhält von seinem obersten Chef zweimal die gleiche E-Mail. Oder fast die gleiche, nämlich einmal auf Deutsch und einmal auf Englisch. Die Anrede in der deutschen Variante lautet: «Sehr geehrter Herr XY . . .», die englische Version beginnt mit «Dear Mike . . .». Die Texte darunter tönen ebenfalls unterschiedlich, der deutsche distanzierter, der englische kollegialer. Für den Mitarbeiter, mittleres Kader, ist es kein Problem, zwischen Sprachkulturen umzuschalten, er steht dauernd im Gespräch mit Vorgesetzten in Deutschland wie auch in Ital ...