Praktisch alle Wissenschaften der letzten 300 Jahre beruhen methodisch auf dem Prinzip der Analyse (vom griechischen Wort für «auflösen»). Man analysiere – so die Theorie –, woraus eine Substanz, ein Lebewesen oder ein Problem bestehen, und man wird verstehen, wie sie funktionieren. Dieses reduktionistische Prinzip hat sich als äusserst fruchtbar erwiesen, doch zunehmend haben sich auch seine Grenzen offenbart. Lange hielt man das Atom für das kleinstmögliche Teilchen (das Wort kommt vom griechischen Wort für «nicht zerschneidbar»), doch dann stellte sich heraus, dass es selbst Partikel wie Protonen und Neutronen enthält. Seither hat sich in der Quantenphysik eine scheinbar ke ...