Wenn ein Lehrer vor der Klasse steht und Âallen Schülern gleichzeitig erklärt, wie der Satz des Pythagoras funktioniert, so nennt man das heute abschätzig: Frontalunterricht. Der Klassenunterricht, wie er eigentlich heisst, steht bei «progressiven» Bildungstheoretikern etwa so hoch im Kurs wie das Feldschiessen oder das Konkurrenzdenken. Die Schüler, so ihre ÂKritik, würden nach dem Giesskannenprinzip mit Wissen gefüttert und so zu unselbständigen Konsumenten erzogen. Zeitgemässer Unterricht hat gemäss «moderner» Lehre nach dem Lustprinzip zu funktionieren: Der Lehrer ist Âeine Art «Coach» im Hintergrund, die Kinder bestimmen selber, was sie gerade lernen wollen. In der Pra ...