Alfred Hitchcock ruft bei Georges Simenon zu Hause an. «Monsieur Simenon ist gerade nicht zu sprechen», teilt man ihm mit, «er hat eben einen neuen Roman angefangen.» – «Schon gut», sagt Hitchcock, «ich bleibe so lange in der Leitung.»
Diese Geschichte dürfte erfunden sein. Doch in zweierlei Hinsicht stimmt sie ganz genau: Georges Simenon (1903–1989) war weltweit der meistübersetzte und meistverfilmte französischsprachige Autor seiner Zeit. Und er schrieb unglaublich schnell: 192 Romane erschienen unter seinem Namen, davor um die 190 unter siebzehn verschiedenen Pseudonymen, ausserdem Hunderte von Erzählungen, No ...