Dank Eduard von der Heydt besitzt das Zürcher Rietberg-Museum eine Kunstsammlung von Weltruf. Weniger gut ist der Ruf des Spenders. Der Baron und Bankier steht im Verdacht, ein Nazi gewesen zu sein. Die Stadt Wuppertal, aus der die Dynastie stammt, verzichtet daher bis auf weiteres auf die Vergabe ihres Kulturpreises, der nach dem umstrittenen Mäzen benannt ist. Zu den bisherigen Preisträgern gehören der Schriftsteller Heinrich Böll, die Tänzerin Tina Bausch, der Regisseur Tom Tykwer und die Feministin Alice Schwarzer. Ähnlich illuster ist die Liste derer, die für eine Umbenennung des Preises eintreten, darunter Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek und der Dichter Reiner Kun ...