Als Moritz Leuenberger vor elf Jahren in den Bundesrat gewählt wurde, war er für die neuen, sogenannt urbanen Linken der Hoffnungsträger. Obwohl zuvor bereits die Genferin Ruth Dreifuss in die Regierung gelangt war, verkörperte erst Leuenberger so richtig den Generationenwechsel in der SP: Die 68er, hiess es, waren auf ihrem langen Marsch durch die Institutionen angekommen.
Elf Jahre und einige hundert Gesetzesvorlagen, unzählige Flugbewegungen, Tunneleinweihungen, Strasseneröffnungen und vielbeachtete Reden später kündigte ein längst amtsmüde wirkender Bundespräsident Leuenberger vergangene Woche in einer eher überraschenden Pressekonferenz an, er möchte noch ein paar weitere J ...