Gerhard Blocher (1934–2016) – Entweder man liebte ihn, oder man hasste ihn, gleichgültig liess er keinen. Ich bewunderte den wortgewaltigen Pfarrer von Hallau, für Âseine Ehrlichkeit und seinen Sprachwitz: Ich wüsste keinen, wirklich keinen, der so ungeschminkt und konzis nach aussen trug, was ihn im Innersten bewegte. Im Zeitalter der PR-Strategen, die alles Authentische wegretuschieren und in sein Gegenteil verkehren, hatten Gerhard Blochers markige Wortmeldungen etwas Wohltuendes.
Im Zuge einer Recherche suchte ich Gerhard Blocher vor ein paar Jahren an einem Sonntagnachmittag zu Hause auf. Geplant war ein einstündiges Gespräch, um Mitternacht sass ich immer noch in seiner ...