Wenn bei einem Interview Fragesteller und Befragter seit Jahren enge Duzfreunde sind, ist das Potenzial für harte Fragen begrenzt.Einerseits. Andererseits kann die persönliche Nähe der beiden Teilnehmer auch zu überraschenden Aussagen führen.
Derart ambivalent sind die Interviews, die der deutsche Altkanzler Gerhard Schröder regelmässig seinem damaligen Regierungssprecher Béla Anda gibt.
Diesmal ging es um Russland, Erdgas und die Ukraine, und Schröder gab zunächst einmal Entwarnung: Moskau habe kein Interesse an einer Intervention, und auch im Westen sehe er Gesprächsbereitschaft.
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