Das Eindeutige war ihr immer fremd. Das zeigte sich schon im Erstlingsroman «Vorabend» (1975), mit dem die 27-jährige gelernte Kindergärtnerin einen prominenten Verlag (Suhrkamp) und viel Beachtung fand. Wir geraten darin in den Bewusstseinsstrom einer jungen Frau, die am Abend vor einer Demo in Zürich die Route des Demonstrationszugs abgeht. Dabei verschmelzen subtil Beobachtungen mit inneren Befindlichkeiten, Reflexionen mit Abschweifungen in die Kindheit. Die Realität wird zu einem Seelenzustand.
Traumverloren: Autorin Leutenegger.
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