Seit letztem Februar wirkt Karl-Theodor zu Guttenberg, Jahrgang 1971, als deutscher Bundesminister für Wirtschaft und Technologie in der Koalitionsregierung von Angela Merkel. Der aus Bayern stammende CSU-Politiker beerbte seinen glücklosen Vorgänger Michael Glos und avancierte im Handumdrehen zu einem der beliebtesten deutschen Minister. Als gutbetuchter Adliger mit einer attraktiven Frau entspricht er nicht unbedingt dem Gleichheitsideal des deutschen Politikbetriebs. Zudem vertritt er Positionen jenseits des etatistischen Mainstreams. Als es um die Rettung der angeschlagenen Traditionsfirma Opel ging, setzte sich Guttenberg gegen die Kanzlerin für ein geordnetes Insolvenzverfahren sta ...