Das Buch eines Kollegen zu besprechen, ist immer ein delikates Unterfangen. Lobt man es, sieht es nach einer Gefälligkeit aus, verreisst man es, nach Neid und Rache. Am besten, man lässt die Finger ganz von solchen Drahtseilakten, die nur mit einem Absturz enden können. Was aber, wenn einem das Buch wirklich gefallen hat und man dem Kollegen «Herzlichen Glückwunsch zu deinem ersten Roman!» zurufen möchte? Soll man es privat tun, am besten zur Mittagszeit in der Kantine? Nein, dann doch lieber öffentlich und wissend, dass man sich blamieren könnte.
Daniel Haas, Kulturredaktor bei Spiegel online, hat einen Roman geschrieben: «Desperado. Abenteuer eines Glücksuchers». Hätte ich von ...