Es geschah am 25. Oktober 2009 mitten in der Hansestadt Hamburg, die für ihre Liberalität und Toleranz berühmt ist: Ein autonomes Rollkommando verhinderte die Vorführung des 37 Jahre alten Films von Claude Lanzmann «Warum Israel» in einem Szenekino. Die Besucher wurden mit physischer Gewalt am Betreten des Kinos gehindert, es sollte ihnen so ergehen wie Palästinensern, die israelische Strassensperren nicht passieren dürfen.
Der «Vorfall» blieb eine Weile unbeachtet, die Hamburger Lokalpresse, die sonst jedem toten Fisch auf St. Pauli einen Nachruf widmet, nahm ihn nicht zur Kenntnis. Erst nachdem Spiegel online am 19. November den Fall zum Skandal machte, zogen andere Medien nach ...