Die Nationalratswahlen 2019 waren ein Jahrhundertereignis. Seit 1919, als die Schweiz den Proporz einführte, lagen immer dieselben vier Parteien an der Spitze: SP, FDP, CVP und SVP – lange Zeit sogar in dieser Reihenfolge. Kein Weltkrieg, kein kalter Krieg und auch nicht die Einführung des Frauenstimmrechts konnten etwas an dieser Ordnung ändern. Selbst die Wähleranteile der Parteien veränderten sich oft nur auf den Stellen hinter dem Komma. Ab 1959 bildeten SP, FDP, CVP und SVP die Regierung. Erst in den neunziger Jahren schaffte es die SVP, die Verhältnisse innerhalb dieses Machtblocks zu kehren. Sie stieg, gemessen am Wähleranteil, von der kleinste ...