Ein ganzer Raum ist in der neuen Hodler-Ausstellung der Fondation Beyeler einer Geliebten des Meisters gewidmet: Valentine Godé-Darel. Der Künstler begleitete Madame Darel, wie er sie nannte, in den letzten Monaten vor ihrem Krebstod, litt mit ihr, malte sie immer wieder auf dem Kranken- und Sterbebett. Nur eine tiefe seelische Verbundenheit und eine starke Liebe hätten Gemälde von einer solch existenziellen Kraft hervorbringen können, so die gängige Interpretation. Was dabei meist verschwiegen wird: Zu jener Zeit pflegte Hodler Kontakt zu mindestens einer weiteren Geliebten, zudem war er verheiratet mit Berthe Jacques.
Ein unstetes Liebesleben, zumal bei einem Künstler, ist nichts A ...