Nachdem der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan am Montag für drei Tage nach Nordafrika gereist war, begann Staatspräsident Abdullah Gül das zu tun, was der Regierungschef seit Beginn der Krise nicht getan hatte: regieren.
Er sagte den Demonstranten, die seit letzter Woche gegen Erdogan demonstrierten, sie hätten das Recht zu protestieren. Ihre Botschaft sei bei ihm angekommen. Er traf den Chef der Opposition, Kemal Kilicdaroglu, um über die Krise zu sprechen. Dann rief er am Dienstag Vizepremier Bülent Arinc zu sich, und der sagte nach der Unterredung, er habe in seiner Funktion als Erdogans Vertreter während dessen Abwesenheit die Anweisungen des Präsidenten ent ...