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Triumph des Fernsehens

Gesetz der Serie

Amerikanische Fernsehserien begeistern hierzulande ein Millionenpublikum. Keine andere moderne Erzählform ist so packend, so nahe am Zeitgeist. Das Kino ist in der Defensive. Lebte William Shakespeare noch, er hätte wohl Fernsehserien gemacht.
Oceanic-Airlines-Flug Nr. 815, unterwegs von Sydney nach Los Angeles, stürzt auf eine einsame Insel. Die geschockten Überlebenden taumeln in einen dauerhaften Alptraum: Hätschelkinder der Wohlstands- und Konsumgesellschaft stranden in roher, ungeschützter Wildnis und müssen sich irgendwie zusammenraufen. Was sie allerdings zueinanderbringt, ist nicht der Rückfall in den Naturzustand, sondern die offenbar dämonische Insel. Es häufen sich mysteriöse Ereignisse, der Dschungel wird zum Schlund, der alles zu verschlingen droht, aber auch manchen Missbrauch im Leben der Robinsons wieder ausspeit – nicht zur Freude der Mittelmass-Mittelständler. «Lost», der Sommernachts(alp)traum von ...
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