«Gestohlene Lebenszeit»
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Die Weltwoche

«Gestohlene Lebenszeit»
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«Gestohlene Lebenszeit»

An unseren Schulen herrsche Geisterstunde, schreibt Konrad Paul Liessmann in seinem neuen Buch. Der Wiener Philosophie-Professor über das Unvermögen der heutigen Jungen, richtig zu googeln, die falschen Kriterien der OECD und die Irrtümer der Schweizer Bildungspolitik.
Herr Liessmann, Sie schreiben: «Die Schweiz ist in der glücklichen Lage, ein ­einigermassen bewährtes und auch einigermassen erfolgreiches Bildungssystem zu haben.» Genau. Danke für die Blumen. Schweizer Bildungsexperten sehen unsere Schulen viel kritischer. Darüber wundere ich mich manchmal. In Deutschland und Österreich fordern die Experten Reformen, weil wir bei den Pisa-Tests so schlecht abschneiden. Das trifft für die Schweiz eher nicht zu. Und in Österreich läuft eine heftige Debatte: Wo stehen unsere Hochschulen? In den Rankings finden wir sie auf Platz 175 oder 220 oder weiss Gott wo. Die kleine Schweiz hat aber zwei weltberühmte Hochschulen. Da fragt man sich doch: Waru ...
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