Veronika fand die Idee der Monogamie schon als Jugendliche seltsam. «Warum soll man nicht mehr als einen Menschen lieben können, und zwar auch erotisch?», fragte sie sich schon damals. Ihr erster Freund flirtete oft mit andern. Das liegt offenbar drin, dachte sie und ging schliesslich, mit 18, auch mal mit einem andern ins Bett. Ganz locker erzählte sie ihrem Freund davon. Der verliess sie auf der Stelle. Das war ein Schock für sie. Als sie dann mit 23 ihren späteren Ehemann kennenlernte, war sie vorsichtiger. Sie machte ihm von Anfang an klar, dass sie dieses Ideal der «offenen, ehrlichen Vielliebe» hatte. Und er fand das auch gut. Zugleich war er es, der sie unbedingt heiraten woll ...