Musik mit Streichern greifen sich Hardcore-Jazzfans nur mit spitzen Fingern aus dem Regal, und für ein jüngeres Publikum sind Samt und Saiten ohnehin so was von gestrig-schmuddelig. Wenn Strings aufrauschen, ist ja tatsächlich ein starker Magen gefragt, wie beim Verzehr von Schwarzwäldertorten. Anderseits sind einige der einst modischen «Jazz plus Strings»-Versuche viel mehr als musikalischer Softporno. Was vor allem am Kontrast liegt. Ob im Fall von Charlie Parker, Dizzy Gillespie, Clifford Brown, Ben Webster, Louis Armstrong (you name them): Vor dem Hintergrund von wie auch immer banalen Streichorchestern triumphiert, was den Jazz insgesamt ausmacht, nämlich die ganz und gar indiv ...