Die Staatengemeinschaft freut sich über die Tatsache, dass Kriege zwischen Staaten zu einem Auslaufmodell geworden sind. Die wenigen Ausnahmen — wie der Krieg gegen Saddam Husseins Irak – mögen diese Annahme bestätigen. Ein Rückblick auf die beiden mörderischen Weltkriege im vergangenen Jahrhundert und die zahllosen grösseren und kleineren lässt die heutige Zeit tatsächlich auf den ersten Blick friedlich erscheinen.
Das aus solcher Genugtuung geschöpfte Gefühl erhöhter Sicherheit wird allerdings sehr rasch getrübt beim Blick auf die zwar weniger spektakulären, aber keineswegs weniger grausamen Akte bewaffneter Gewalt in weiten Teilen der Welt. Diese Gewalt trägt allerdings ...