Legen sich Filmer mit Schmackes auf die Lauer nach gutgetarntem Seelen-Giftmüll hinterm Charme der Bourgeoisie, wählen sie gerne die «falschen Fuffziger». Auf der Leinwand war dies die Zeit vestalischer Jungfrauen, die offenbar schon von Geburt an mit ihren Kleidern und Betonfrisuren verschmolzen waren. Das libidinöse Limit war mit einem trockenen Kuss erreicht.
Die Männer in ihren schweren Sport-Sakkos kamen nie ohne Krawatte oder gelben Schal, hatten Frisuren wie Teerstrassen, die nach einem Regenguss glänzen, und immer eine Zigarette zwischen den schmalen Lippen. Und drum herum war alles gross: Autos, Gummibäume, Glastische voller Whiskys und Martinis, Chaiselongues. Geschmeidig b ...