Gerade hat Stefans Vater den Pitbull seines Sohnes betrunken aus dem Plattenbau-Hochhaus-Fenster geworfen, da kommt Stefan nach Hause, überwältigt den Vater und beisst ihm in die Kehle. «Hundemörder!», schreit er, während die Polizei kommt, er auf seinem Vater liegt und diesem den Kopf in Glasscherben drückt. «Hundemörder!»
Solche Schock-Elemente sind bei Clemens Meyer, dem heimlichen Star des diesjährigen Bücherfrühlings, nicht selten. Das ganze Buch liest sich wie eine strassentaugliche Botschaft aus dem Milieu der gewalttätigen Arbeits- und Hoffnungslosen. Das ist für die deutschsprachige Literatur überraschend. Seit den naiven Versuchen der sechziger und siebziger Jahre ...