Wenn sich Künstler machtkritisch geben und politisch bewusst, müssen sie sich Fragen gefallen lassen. Weshalb engagieren sie sich nicht als Journalisten, Sozialarbeiter oder Ärzte? Zumal die Kunst im Kampf gegen Missstände und Ungerechtigkeiten keine wirksame Waffe ist. Fragwürdig kommt vielen auch die Parallelität von Gesellschaftskritik und Markt vor. Für ihre Kritiker sind Thomas Hirschhorn, Santiago Sierra oder Christoph Büchel allesamt selbstgerechte, mithin sogar zynische Heuchler.
Nur, solche Reibungen machen die Sache doch gerade erst spannend. Natürlich muss gesellschaftskritische Kunst mit Widersprüchen leben. Nicht zwingend, solange sie noch Subkultur ist. Sobald sich a ...