Immerhin hatten sie das unübersehbare Satirepotenzial der Sendung entdeckt. Im Zürcher Theater Neumarkt sprachen Kabarettisten und Schauspieler um Viktor Giacobbo ein paar Tage nach der Januarsendung den «Literaturclub» nach. Als Vorlage diente die wortwörtlich abgetippte Sendung, die mit verteilten Rollen gelesen wurde – ohne Überhöhung, ohne Interpretation. Was passierte? «Viktor Giacobbo verhöhnt den ‹Literaturclub›. Zum Totlachen», titelte anderntags das Tamedia-Newsnetz. Man kann sich selbstverständlich fragen, ob es besonders klug ist, wenn Akteure des Fernsehens sich gegenseitig kannibalisieren, mehr noch: ob es besonders fein ist, wenn sich Mike Müller vorher als Ga ...