China galt lange als ein Land, das sich vor allem mit sich selbst beschäftigt. Abgesehen von der Taiwan-Frage schien sich die Aussenpolitik kaum für irgendein Thema zu interessieren. Seit kurzem hat sich das geändert: Besonders in Afrika treten die Chinesen neuerdings prominent auf. Sie investieren, bieten Entwicklungshilfe an und sichern sich Rohstoffe. Vor vier Monaten lud Staatspräsident Hu Jintao zu einem Gipfeltreffen in Peking: 48 von 53 afrikanischen Staaten nahmen teil. Und im Februar besuchte der chinesische Staatspräsident acht afrikanische Länder. China ist an Rohstoffen interessiert: Öl aus Sudan, Kamerun und Nigeria; Kupfer und Kobalt aus der Demokratischen Republik Kongo ...