Von Ludwig Hasler
Philosophie ist, wenn man trotzdem weiterdenkt. Das kann zur Qual werden – oder zum intellektuellen Vergnügen. Etwa mit Dieter Thomä, dem HSG-Philosophieprofessor. Der hat, im Vergleich mit seinen akademischen Kollegen, drei Vorzüge: eine beträchtliche Weltkenntnis (weshalb er unbeschadet unter dem Hag des klassisch philosophischen Repertoires durchweiden kann), eine seltene Lebensfreundlichkeit (weshalb er die Phänomene lieber rettet als begrifflich bewältigt), eine luzide Eloquenz (weshalb auch philosophische Laien ihm vergnügt folgen).
In Thomäs vorletztem Buch «Unter Amerikanern. Eine Lebensart wird besichtigt» funktionierte das vielleicht nur zu flott. Nach ...