Ich gestehe gern, dass ich ein Skeptiker gegenüber exotischen Sorten, respektive einer ungewöhnlichen Sortenwahl für ein bestimmtes Terrain bin. Es gibt Gründe, weshalb die Pinot noir im Burgund die tollsten Weine hervorbringt und weshalb die Sangiovese die wichtigste eingeborene Sorte der Toskana ist. So ist die Geschichte, die hier nicht zum ersten Mal erzählt wird, ziemlich bizarr. Als der Marchese Vittorio Pancrazi, angeheirateter Schwager der Florentiner Familie Strozzi, in den Besitz der Villa di Bagnolo (zwischen Prato und Pistoia gelegen) gelangte, bepflanzte er fünf Hektaren mit Sangiovese-Setzlingen. Vermeintlich. Jahre später klärte ihn ein Freund, der Önologe Nicolò d ...