Es kostet heute, da Jazz und sogenannte E-Musik in sehr benachbarten Regalen der paar noch funktionierenden Läden lagern, die mit Tonträgern handeln, schon einige Anstrengung, zu erinnern, dass die Geschichte des Ersteren u. a. ein langer Kampf um Anerkennung als Kunstmusik war. Was wir schon wieder als ein neues Handicap erkennen, nämlich die Domestizierung einer vornehmlich schwarzen Musik, der Exorzismus ihres Entertainment-Charakters, war einmal ein soziokulturelles Anliegen derer, die sie betrieben. Selbst Charlie Parker, einer ihrer bedingungslosesten Vertreter (was das Leben als stolzer Outsider betraf), war besessen von der Sehnsucht nach grossen Formen und sinfonischen Besetz ...