Einst galten Wale als Ungeheuer des Meeres, eine Vorstellung, die etwa im Roman «Moby Dick» zum Ausdruck kommt. Doch mit der Entdeckung der Wissenschaft, dass Wale rhythmische, komplexe Lieder von sich geben, kehrte sich auch ihr Image ins Gegenteil. «Aus den Tiefen des Ozeans erklang eine abstrakte Sinfonie, eine Stimme, die uns anzuklagen schien dafür, was wir diesen Tieren Âangetan hatten», schrieb der britische Schriftsteller Philip Hoare. Das habe zu einer «einmaligen Umkehr des Bildes» vom Wal geführt, «weg vom dummen, zur Ausbeutung bestimmten Koloss, hin zu einem sozialen, intelligenten Wesen». Wale seien «zu einem Symbol für die vom Menschen verursachte Bedrohung der Un ...