Was der amerikanische Anwalt Ed Fagan inszenierte, war ein Lehrstück in Sachen Public Relations. Zum richtigen Zeitpunkt (Jahrestag des Soweto-Aufstands), am richtigen Ort (Zürich-Paradeplatz), mit einem starken Symbol (Mutter eines erschossenen Jugendlichen) und orchestriert von den Medien, verkündete er im Namen südafrikanischer Apartheidopfer die Einreichung einer Sammelklage gegen Schweizer Banken und Industriefirmen.
Hat sich die Zürcher Bezirksanwaltschaft für Wirtschaftsdelikte bei dem US-Anwalt eine Scheibe PR-Know-how abgeschnitten? Versucht auch sie, mittels gezielter Aktionen die öffentliche Meinung zu beeinflussen? Im Fall Swiss-air darf man diese Frage stellen.
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