Nach der Trennung suchte ich mir eine neue Wohnung. Und weil man ja erst mal einen Egoknacks weghat, wenn die Liebe geht, zog ich nicht irgendwohin, sondern wenigstens an die Goldküste. Wer dort wohnt – und zumindest vom Klofenster aus einen Zipfel vom Zürichsee sieht –, der ist schliesslich wer! Sozialer Aufstieg durch Umzug: Call me Goldküstenfrau. So fühlte ich mich trotz zerbröseltem Herzen halbwegs hochwertig und auch sehr stark – bis der Möbellieferer kam. Denn plötzlich fand ich mich in den Vorbereitungen zu einem billigen, gnadenlos klischierten Pornostreifen wieder, bei dem mir auch noch eine Rolle zugedacht war. In meiner eigenen Wohnung!
Der Möbellieferer also klin ...