Weltwoche: Herr Nussbaumer, Sie sind Nationalrat, Sozialdemokrat, Anhänger der EU, Sie waren Nationalratspräsident mit langer politischer Ausdauer. Wie sind Sie in dieses Geschäft gekommen? Was hat Sie in diesen Strudel gezogen, der oft nicht nur edel, sondern auch rau ist?
Eric Nussbaumer: Politik war bei uns zu Hause immer präsent. Schon als Jugendlicher habe ich mit meinen Eltern über politische Themen diskutiert, oft bei Tisch, wo es um Gerechtigkeit, Gesellschaft und die Welt ging. Doch der eigentliche Funke sprang über, als ich mich mit der Zivildienstfrage auseinandersetzte. In den 1980er Jahren war das ein heisses Thema in der Schweiz: Wer den Militärdienst verweig ...