Nein, so weit wie Sergiu Celibidache würde Ton Koopman nicht gehen. Jener fühlte sich als Reinkarnation von Anton Bruckner. Koopman gibt sich bescheidener: «Was gibt es Schöneres, als dass wir für alle Zeiten Bachs Schüler bleiben dürfen?» Das ist vom 59-jährigen Holländer allerdings ein bisschen tiefgestapelt. Kein anderer Interpret befasst sich heute so entschlossen mit der Musik Johann Sebastian Bachs. Etwa vier Fünftel von Bachs reichem Schaffen mit über tausend Kompositionen führt Koopman in seinem Repertoire. Als Organist, als Cembalist und als Leiter des 1979 gegründeten Amsterdamer Barockorchesters samt angeschlossenem Chor.
Besondere Aufmerksamkeit gilt im Moment den K ...